Heilmittelinstitut

Krillöl – Öl für einen effektiven Schutz

Krill – das sind Kleinkrebse, die sich vor allem in den sehr sauberen Meeresgegenden rund um die Antarktis aufhalten und sich von Phytoplankton ernähren. Aus diesen garnelenähnlichen Kleinkrebsen mit einer maximalen Größe von sechs Zentimetern wird das sehr hochwertige Krillöl gewonnen, welches sich durch den hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren sowie die effektiv wirkenden Antioxidantien auszeichnet. In wissenschaftlichen Studien konnte die positive Wirkung von Krillöl auf den menschlichen Organismus inzwischen belegt werden.

Krillöl: Gewinnung aus dem erstaunlichen Krill

Bei Krill (Euphausia superba) handelt es sich um eine multizellulare Spezies. Auf der Erde weist sie die größte Biomasse auf, im Südlichen die Antarktis umgebenden Ozean, beläuft sich die Menge auf 135 bis etwa 6.700 Millionen Tonnen Krill.

Die jährliche Fangmenge liegt zwischen 102.000 und 110.000 Tonnen und damit oft noch unter den festgelegten Fangquoten. So kann der antarktische Krill erhalten bleiben, während die Produktion des hochwertigen Öls aber weiter fortgesetzt werden kann.

Viele Jahre verbrachten Wissenschaftler damit, Öl aus dem antarktischen Krill zu gewinnen. Dabei war man vor allem darauf bedacht, die wertvollen Nährstoffe nicht zu zerstören. Insgesamt fünf Jahre verbrachte ein Wissenschaftlerteam damit, wie das Öl extrahiert werden kann, ohne dass Inhaltsstoffe verloren gehen.

Krillöl kann sowohl in Kalt- als auch in Wärmeextraktion gewonnen werden.

Wesentlich weiter verbreitet ist die Wärmeextraktion, da sie für den Hersteller günstig und einfach ist und auch die Ausbeute höher ist, als es bei der Kaltextraktion der Fall ist.

Ein Krillöl, welches in Kaltextraktion gewonnen wurde, zeigt allerdings deutlich bessere bioaktive Eigenschaften. Die Inhaltsstoffe sind also entsprechend reiner und auch vielfältiger. Dies gilt zumindest für die sekundären Stoffe, denn sowohl die Omega-3- als auch die Omega-6-Fettsäuren bleiben bei beiden Herstellungsverfahren erhalten.

Letztlich ist es unerheblich, ob ein Krillöl mittels Kalt- oder Wärmeextraktion hergestellt wurde. Wer darauf Wert legt, ein inhaltlich hochwertiges Produkt zu erhalten, sollte zu einem Öl aus Kaltextraktion greifen. Wesentlich wichtiger ist jedoch ein Krillöl, welches frei von Schwermetallen, Pestiziden und anderen Schadstoffen ist.

Krillöl und seine Inhaltsstoffe

Krillöl wird in unterschiedlichen Darreichungsformen vertrieben, in der Regel kommen Dragees in Kapselform zum Einsatz. In derartigen Produkten sind natürlich weitere Stoffe enthalten. Die in Krillöl wirksamen Inhaltsstoffe sind:

  • 40 Prozent Phospholipid-Omega-3-Komplex
  • 30 Prozent Omega-3-Fettsäuren
  • 15 Prozent Eicosapenthaensäure
  • 9 Prozent Docosahexansäure)
  • Omega-6-Fettsäuren
  • 3 Prozent Ölsäure
  • 0,15 Prozent Astaxanthin (Antioxidans)
  • Vitamine und Carotinoide

Krillöl – Wirkungen und Anwendungsbereich

Noch sind nicht alle Wirkungsweisen von Krillöl genau untersucht worden. Bekannt ist jedoch, dass Krillöl

  • entzündungshemmend
  • antioxidativ
  • schmerzlindernd
  • cholesterinsenkend

wirken kann. Weitere Informationen über Krillöl und dessen Eigenschaften finden Sie aufwww.krilloel360.info

Die Anwendungsbereiche von Krillöl sind dabei durchaus weit gefächert. Nahrungsergänzungsmittel, welche auf Krillöl basieren, kommen bei folgenden Beschwerden zum Einsatz:

  • bei Arteriosklerose
  • bei erhöhten Cholesterinwerten
  • bei Erkrankungen aufgrund von oxidativem Stress (z. B. chronische Entzündungen im Magen-Darm-Bereich)
  • bei Arthrose, Arthritis, Rheuma
  • bei Diäten zur Reduzierung von Körpergewicht
  • beim prämenstruellen Syndrom oder bei Menstruationsbeschwerden
  • bei neurophysiologischen Symptomen (ADS, ADHS)
  • bei Erkrankungen der Augen (z. B. Makula-Degeneration)
  • bei Anzeichen von Hautalterung (Astaxanthin wirkt als Radikalfänger und schützt vor Haut- und Zellalterung)

Vor allem Krankheiten aufgrund einer zu hohen Zufuhr an Omega-6-Fettsäuren (bei einer fleisch-, eier-, milch- und getreidereichen Ernährung) kann mit Krillöl entgegengewirkt werden, denn die enthaltenen Omega-3-Fettsäuren können das Ungleichgewicht von zu viel Omega-6-Fettsäuren, welche für die Entstehung von Entzündungsherden im Körper verantwortlich sind, ausgleichen.

Krillöl ist frei von Nebenwirkungen

Wer Arzneimittel einnimmt, welche auf chemisch-synthetischer Herstellung basieren, muss neben den erwünschten Effekten oft auch mit teils sogar gravierenden Nebenwirkungen rechnen.

Bei Krillöl handelt es sich allerdings um ein natürlich gewonnenes Nahrungsergänzungsmittel. Nebenwirkungen sind bei der Einnahme von Krillöl nicht bekannt, es kann allerdings zu Wechselwirkungen mit Blutverdünnern kommen. Wer also entsprechende Medikamente anwenden muss, sollte vor der Anwendung von Krillöl und Krillöl-Präparaten mit seinem Arzt Rücksprache halten. Menschen, die allergisch auf Krustentiere reagieren, sollten Krillöl nicht einnehmen.

Auch im weiteren Sinn ist die Herstellung von Krillöl nicht mit „Nebenwirkungen“ verbunden. Die Antarktis selbst gilt als „sensibler Lebensraum“. Die Fangmenge für Krill ist gesetzlich geregelt und darf 0,03 Prozent nicht überschreiten. Dadurch kommt es nicht zu einer negativen Beeinflussung des empfindlichen Ökosystems.

Einnahmeempfehlungen für Krillöl

Krillöl wird in der Regel in Kapselform eingenommen. Die übliche empfohlene Dosierung liegt in den ersten zwei Wochen bei zwei bis drei Kapseln pro Tag. Nach dieser Zeit in eine Reduzierung auf ein bis zwei Kapseln sinnvoll. Krillöl gilt aber weder als Medikament noch als Ersatz für eine ausgewogene Ernährung. Es sollte also auch nur als Nahrungsergänzungsmittel angesehen und entsprechend angewendet werden.

Krillöl vs. Fischöl – Was ist besser?

Krillöl gilt vor allem deshalb als gesund, da es einen sehr hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren und Antioxidantien beinhaltet.

Im Vergleich zu Fischöl, welches auch reich an Omega-3-Fettsäuren ist, ist dieser Anteil in Krillöl aber wesentlich höher. Ein weiterer Pluspunkt: Die Omega-3-Fettsäuren sind an Phospholipide gebunden, im Fischöl hingegen an Triglyceride. Durch die Bindung an Phospholipide zeigt Krillöl eine bessere Bioverfügbarkeit, es kann also vom menschlichen und auch tierischen Organismus wesentlich besser aufgenommen werden. Da die Zellwände ebenfalls aus Phospholipiden bestehen, ist der Einbau der Omega-3-Fettsäuren aus Krillöl deutlich vereinfacht. Zudem ist der Anteil an Antioxidantien in Fischöl deutlich niedriger.

Krillöl in Studien zur medizinischen Verwendung

Zu Krillöl gibt es inzwischen zahlreiche unabhängige Studien, welche die positive Wirkung des Öls bei bestimmten Beschwerden belegen.

Studie zur Wirkung bei Arthritis

In einer Studie aus dem Jahr 2006 (Luisa Deutsch, Evaluation of the Effect of Neptune Krill Oil on Chronic Inflammation and Arthritic) konnte nachgewiesen werden, dass die Einnahme von Krillöl zu einer deutliche Verbesserung bei Schmerzen, Versteifungen sowie Funktionsstörungen chronisch entzündeter Gelenke beitragen kann.

Studie zur Wirkung bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen

In einer Studie zur Wirkung von Krillöl bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen konnte herausgestellt werden, dass eine Senkung von zu hohen Triglyceridwerten durch die Einnahme von Krillöl zu einer Verringerung des Risikos für kardiovaskuläre Risiken führt.

Studie zur Wirkung bei Diabetes und Hyperglykämie

Eine Untersuchung zur Wirkung von Krillöl auf die Entwicklung auf den Blutzuckerspiegel und auch die Blutfettwerte konnte sich herauskristallisieren, dass Krillöl zu einer Senkung der Blutfettwerte beiträgt und den Blutzuckerspiegel wesentlich positiver beeinflusst, als Fischöl.

Studie zur Wirkung bei ADS und ADHS

In einer ADHS-Studie konnte nachgewiesen werden, dass sich Krillöl positiv bei Patienten mit ADS und auch ADHS auswirken kann.

Studie zur Wirkung bei PMS und Dysmenorrhoe

Eine Studie zur Wirkung von Krillöl bei PMS (prämenstruelles Syndrom) und Dysmenorrhoe konnte zu dem Ergebnis kommen, dass durch die Einnahme von Krillöl die physischen und auch psychischen Beschwerden von Frauen bei PMS oder auch Dysmenorrhoe deutlich zurückgingen und sich die typischen Symptome verbesserten.

Krillöl: Wirksamkeit wissenschaftlich belegt

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass Krillöl durchaus zu einer Verbesserung, zum Erhalt und zum Schutz der Lebensqualität beitragen kann. Seinen Inhaltsstoffen wird die Eigenschaft zugeschrieben, typische Zivilisationskrankheiten oder deren Symptome zu lindern oder auch die Ursache heilen zu können. Zahlreiche wissenschaftliche Studien können die Wirksamkeit von Krillöl belegen und zeigen, dass das Öl ein wertvolles Nahrungsergänzungsmittel darstellt.

Haftungsausschluss und allgemeiner Hinweis zu medizinischen Themen: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der neutralen Information und allgemeinen Weiterbildung. Sie stellen keine Empfehlung oder Bewerbung der beschriebenen oder erwähnten diagnostischen Methoden, Behandlungen oder Arzneimittel dar. Der Text erhebt weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch kann die Aktualität, Richtigkeit und Ausgewogenheit der dargebotenen Information garantiert werden. Der Text ersetzt keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und er darf nicht als Grundlage zur eigenständigen Diagnose und Beginn, Änderung oder Beendigung einer Behandlung von Krankheiten verwendet werden. Konsultieren Sie bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer den Arzt Ihres Vertrauens! Wir und unsere Autoren übernehmen keine Haftung für Unannehmlichkeiten oder Schäden, die sich aus der Anwendung der hier dargestellten Information ergeben.